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Kirchenmusik-Konzeption

KIRCHENMUSIK IN DER EV. CHRISTUSKIRCHE ZÜLPICH

I. GRUNDLEGUNG

"Laßt das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit. Mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen." (Kol 3,16)



Musik ist eine Schöpfungsgabe Gottes an den Menschen. In ihr drücken sich menschliche Grunderfahrungen und -bedürfnisse wie Dank, Lebensfreude, Trauer usw. aus.

"Kirchenmusik" ist die Musik der Kirche, der Gemeinde. Die Gemeinde findet in der Musik eine grundlegende Form, ihren Glauben zum Ausdruck zu bringen. Kirchenmusik ist darum ein wesentlicher und unverzichtbarer Teil des Gottesdienstes.

Die Kirchenmusik hat ihren ursprünglichen Ansatzpunkt in der Gemeinde. In ihren verschiedenen Entfaltungsmöglichkeiten bewahrt sie den Rückbezug auf die Gemeinde und ihre historischen Wurzeln.

Die Kirchenmusik bringt biblische Worte, Gebet und Glaubensverkündigung zu Gehör. Sie ergänzt so das gesprochene Wort. Auch ohne Worte und Texte ist sie Lobpreis der Schöpfung Gottes in der Schöpfungsgabe der Musik.

Die Kirchenmusik hat eine wichtige missionarische Funktion. Fernstehende und jüngere Menschen finden oft einen leichteren Zugang zum Glauben über die Musik als über das gesprochene Wort.

Musik spricht den Menschen auf der Verstandesebene, aber auch in besonderem Maße über die Gefühlsebene an. Dadurch macht sie Gottesdienste mit weiteren Sinnen erfahrbar.



II. KIRCHENMUSIK IN UNSERER GEMEINDE

Ziel der Kirchenmusik ist die Begeisterung von Menschen, die "mit Herz und Mund" singen, spielen und hören.

Die Kirchenmusik ist ein Element im Bemühen unserer Gemeinde um Gemeindeaufbau. Sie baut dabei auf Traditionen auf und führt sie weiter, ist aber auch an der Entwicklung neuer Zugangsmöglichkeiten zu Menschen beteiligt.

Ihrer missionarischen Dimension entsprechend soll die Kirchenmusik Menschen durch differenzierte musikalische Gestaltung von Gottesdiensten, durch Konzerte usw. Anknüpfungspunkte an den Glauben und das Gemeindeleben bieten.

Es ist Ziel unserer kirchenmusikalischen Arbeit, möglichst viele und vielfältige Gaben der Gemeindeglieder zu entdecken und einzubeziehen.
Das Bemühen der KM richtet sich zuerst an die gesamte Gottesdienstgemeinde. Diese soll in der Ausübung der Vielfalt der Kirchenmusik und ihrer Gestaltungsmöglichkeiten (Gemeindegesang in Chorälen, Liedern, Kanons, mehrstimmigem Gesang usw. mit Begleitung durch die Orgel, Klavier, Bläser usw.) gefördert werden. Eine wichtige Funktion der Chöre ist es, die Gemeinde hierbei zu unterstützen.

Darüberhinaus sollen besondere Gaben einzelner Gemeindeglieder entdeckt, gefördert und für die ganze Gemeinde fruchtbar gemacht werden (Gesang, Instrumentalmusik usw.).

Die fachlich kompetente Leitung der Kirchenmusik durch einen hauptamtlichen Kirchenmusiker ist in den Gemeindeaufbau eingebunden und hilft, die Gaben der Gemeinde in besonderer Weise zur Geltung zu bringen.
Zusätzlich zur hauptamtlichen Leitung ist auch die Leitung musikalischer Gruppen durch nebenberufliche und ehrenamtliche Kräfte wünschenswert, wie es z.Zt. zum Beispiel im Flötenkreis geschieht ("allgemeines Kirchenmusikertum aller Gläubigen"). Hier liegt es in der Verantwortung des Kirchenmusikers, diese Kräfte in ihrer Arbeit zu unterstützen.

Die Kirchenmusik hat ebenfalls ihren Platz in Unterricht und Ausbildung: Nach den vorhandenen Möglichkeiten werden Chormitglieder und Instrumentalisten sowie die gesamte Gemeinde auf ihre Mitwirkung vorbereitet und weiter begleitet. Im kirchlichen Unterricht werden Jugendliche auch im Hinblick auf die Musik in die Teilnahme am Gottesdienst eingeführt.

Die Chöre und Instrumentalkreise haben in Gottesdiensten und sonstigen Veranstaltungen folgende Aufgaben: Aufführungen musikalischer Werke, Unterstützung der Gemeinde z.B. bei dem Erlernen von Liedern, Verstärkung bei Kanons, Erlernen von mehrstimmigen Sätzen sowie Wechselgesang mit der Gemeinde.